Historie Helene Lange

Helene Lange wird am 9. April 1848 in der norddeutschen Stadt Oldenburg geboren. Schon mit 18 Jahren ist sie Vollwaise. Die junge Frau wird von ihrem Vormund für ein Jahr in einem süddeutschen Pfarrhaus untergebracht.

1867 tritt Helene Lange eine Stelle als Erzieherin in Osnabrück an und zieht schon vier Jahre später wegen der Vorbereitungen für ihr Lehrerinnenexamen nach Berlin. Nach dem Examen unterrichtet sie als Hauslehrerin schwerpunktmäßig Literatur und Geschichte und engagiert sich für die Emanzipation junger Frauen.

1890 gründet und leitet Helene Lange den Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen Verein. Als 1914 der 1.Weltkrieg ausbricht, unterstützt sie den nationalen Frauendienst. Nach dem Krieg zieht Helene Lange nach Hamburg und gründet die soziale Frauenschule.

1919 erlangen die Frauen das aktive Wahlrecht und Helene Lange wird in die DDP (Deutsche Demokratische Partei) gewählt. 4 Jahre später erhält sie die Ehrendoktorwürde für Staatswissenschaften der Universität Tübingen. Weitere 5 Jahre später wird ihr schließlich die preußische Staatsmedaille für Verdienste um den Staat verliehen.

Am 13.Mai 1930 stirbt Helene Lange mit 82 Jahren in Berlin.